Das Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit im Sport in der Lausitz begleitete am 28. Januar 2026 das internationale Springer-Meeting in der Cottbuser Lausitz-Arena. Trotz eines kompakten Vorbereitungsfensters wurden Impulse aus verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen eingebracht, um praxisnahe Lösungen direkt in die Veranstaltungsabläufe zu integrieren und das Bewusstsein für zukunftsfähige Sportevents in der Region zu schärfen.
Strategische Planung und internationale Standards
Bereits in der Planungsphase, die Ende November begann, unterstützte das Netzwerkbüro die Organisatoren dabei, ökologische und soziale Aspekte frühzeitig zu verankern. Die strategische Ausrichtung orientierte sich dabei unter anderem an den Vorgaben des Weltverbandes World Athletics (WA).
Durch die Nutzung des WA-Portals zum Sustainability Reporting wurden die Weichen gestellt, um das Event langfristig als international anerkanntes nachhaltiges Sportfest zu positionieren. Die Dokumentation dient dabei nicht nur der Prozesssteuerung, sondern auch als Grundlage für das nachträgliche Reporting im Sinne der globalen Standards.
Konkrete Maßnahmenpakete vor Ort
Die Zusammenarbeit kristallisierte sich in verschiedenen Handlungsfeldern heraus, die während des Events für Athleten und Zuschauer sichtbar wurden:

Tom Wevers (links) und Jona Peters (rechts) zusammen vor dem Mülltrennungskonzept „Schafft dein Müll es über die Latte“
Abfallmanagement: In Kooperation mit dem Entsorgungsdienstleister ALBA wurde erstmals ein umfassendes Trennsystem in der Lausitz-Arena implementiert. Durch die Aufteilung in Papier, Wertstoffe und Restmüll im Zuschauer- sowie im Cateringbereich konnte die Recyclingquote signifikant gesteigert werden.
Bewusstseinsbildung beim Catering: Um die Umweltauswirkungen der Verpflegung transparent zu machen, wurden die angebotenen Speisen grafisch nach ihrer CO2-Intensität in drei Kategorien klassifiziert.

Klassifizierung der 3 CO2-Intensivitäts-Kategorien
Ressourcenschonung durch Nudging: In den Sanitäranlagen kamen sogenannte „Nudging-Sticker“ zum Einsatz. Diese dezenten Hinweise animieren nachweislich zu einem bewussteren Umgang mit Licht, Wasser und Papierhandtüchern.
Mobilitätsanalyse: Eine durchgeführte Umfrage unter den Besuchern lieferte Daten zu aktuellen Anreisemustern. Diese Erkenntnisse dienen als Basis, um die Attraktivität des ÖPNV für zukünftige Veranstaltungen gezielt zu erhöhen.
Vernetzung und Ausblick

Vivien Fichert (links) und Hannah Nowak (rechts) zum fachlichen Austausch und der Mobilitätsanalyse
Neben den sportlichen Spitzenleistungen fungierte das Springer-Meeting als Plattform für den fachlichen Austausch. Das Netzwerkbüro war zudem mit einem Infostand präsent, um Akteure zu vernetzen und über nachhaltige Transformationsprozesse im Sport zu informieren. Die erfolgreiche Begleitung des Meetings markiert einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung nachhaltiger Veranstaltungsformate in der Lausitz.

