Das Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit im Sport in der Lausitz ist erstmals mit dem traditionsreichen Turnier der Meister eine Kooperation zu Nachhaltigkeitsthemen eingegangen. Die Premiere Ende Februar in der Cottbuser Lausitz-Arena bot die Gelegenheit, relevante Daten zu erfassen und erste Akzente in Form von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sichtbar in den Veranstaltungsablauf zu integrieren. Zusätzlich wurde die Gelegenheit genutzt, sich mit verschiedenen Stakeholdern im Turnsport zu operativen und nachhaltigkeitsrelevanten Themen von Turnveranstaltungen zu vernetzen.
Nachhaltigkeitsschritte bei einem etablierten Weltcup
Als einer der renommiertesten Weltcups im Gerätturnen zieht das Turnier der Meister jährlich internationale Athletinnen und Athleten nach Cottbus. Trotz der hohen Dynamik im Eventbetrieb konnten erste ökologische Impulse gesetzt werden, die als Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit dienen.
Sichtbare Maßnahmen vor Ort
Die Begleitung konzentrierte sich auf zwei praxisnahe Handlungsfelder, die sowohl für das Publikum als auch für das Organisationsteam direkt erfahrbar waren:
- Mülltrennung in der Arena: In Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsdienstleister wurde ein klar strukturiertes Trennsystem eingeführt. Die Aufteilung in Papier, Wertstoffe und Restmüll erleichterte eine korrekte Entsorgung und legte den Grundstein für eine verbesserte Recyclingquote bei zukünftigen Veranstaltungen.
- Nudging zur Ressourcenschonung: In den Sanitärbereichen kamen erstmals „Nudging-Sticker“ zum Einsatz. Die dezenten Hinweise regen zu einem bewussteren Umgang mit Wasser, Licht und Papierhandtüchern an und fördern nachhaltiges Verhalten ohne zusätzliche Barrieren.
Austausch mit dem Deutschen Turner-Bund
Das Netzwerkbüro war erneut mit einem Roll-up vor Ort präsent und nutzte die Veranstaltung für Gespräche mit Besucherinnen, Athleten und Offiziellen. Besonders wertvoll war der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Turner-Bundes (DTB), die sich zunehmend mit nachhaltigen Entwicklungen im Turnsport beschäftigen. Die Gespräche eröffneten Perspektiven für zukünftige Kooperationen und gemeinsame Projekte.
Als Best-Practice Beispiel für kommende Veranstaltungen ist das Nachhaltigkeitskonzept des Internationalen Turnfest in Leipzig aus dem letzten Jahr eine gute Orientierung. Dabei wurden verschieden Aspekte der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit auch mit beteiligten Communities aus der Region umgesetzt, um eine positive Legacy des Events zu schaffen. Eine Zusammenfassung der Maßnahmen befindet sich im folgenden Dokument: Turnfest_Leipzig_2025_Booklet_Nachhaltigkeitsbericht.pdf
Ausblick auf weitere Zusammenarbeit
Die erstmalige Begleitung des Turniers der Meister zeigt erneut, dass bereits kleine, gezielt eingesetzte Maßnahmen einen sichtbaren Beitrag zu nachhaltigeren Sportevents leisten können und einen Austausch zum Thema anregen. Die gewonnenen Erfahrungen tragen weiter dazu bei, um die Zusammenarbeit mit Sportveranstaltungen aus der Region auszubauen.

