Das Netzwerkbüro bei LR+: „Diese neuen Chancen gibt es ab sofort für Sportvereine“

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Die Lausitzer Rundschau (www.lr-online) hat in einem Beitrag das Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit im Sport in der Lausitz vorgestellt. „Diese neuen Chancen gibt es ab sofort für Sportvereine“ heißt der Beitrag von Mariya Druzyaka, der am 23. Dezember erschienen ist.

Hier geht’s zum Beitrag auf der Website (LR+)

„Diese neuen Chancen gibt es ab sofort für Sportvereine“

Ein neues Netzwerkbüro in Cottbus unterstützt Vereine bei der Modernisierung und zeigt ihnen, welche Fördermittel sie nutzen können, um Kosten zu senken.

Der Strukturwandel in der Lausitz bringt nicht nur wirtschaftliche Veränderungen mit sich, sondern eröffnet auch neue Perspektiven für den regionalen Sport. Milliardenbeträge an Fördermitteln fließen in Projekte, die die Region langfristig zukunftsfähig machen sollen. Davon können auch Sportvereine profitieren.

Eines dieser Projekte hat Jona Peters aus Hamburg nach Cottbus geführt. Im neu geschaffenen Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit des Stadtsportbundes unterstützt er nun Vereine dabei, sich weiterzuentwickeln und besser aufzustellen. Mit frischem Blick und viel Engagement setzt Peters auf Austausch, Vernetzung und nachhaltige Ideen.

Nachhaltigkeit, davon ist er überzeugt, wird auch im Sport eine immer größere Rolle spielen. Zugleich weiß Peters, wie Vereine mit durchdachten Konzepten Zugang zu Fördermitteln und weiterer Unterstützung erhalten können.

Cottbus und die Lausitz ziehen Menschen bundesweit an

Nach seinem Studium der Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften arbeitet Jona Peters in der Schifffahrt und berechnet CO₂-Emissionen. Den direkten Bezug zum Sport verliert er dabei nie: In seinem Amateurverein, in dem er selbst Fußball spielt, entwickelt er ein Nachhaltigkeitskonzept und sichert damit 20.000 Euro Fördermittel vom Deutschen Fußballbund (DFB).

Spätestens da wird ihm klar: Seine Zukunft liegt an der Schnittstelle von Sport und Nachhaltigkeit. Kurz darauf entdeckt Peters ein Projekt in der Lausitz, das genau diesen Ansatz verfolgt. Ohne lange zu zögern, zieht der 27-Jährige von Hamburg nach Cottbus und leitet seit dem 15. November das Büro.

„Es ist bundesweit schon ein einzigartiges Projekt, was wir hier haben“, sagt Jona Peters. Zugleich gesteht er, dass er vorher wenig über Lausitz oder Cottbus wusste: „Man kennt Energie Cottbus, weiß, dass die Lausitz eine coole Region ist, aber sonst nicht viel.“ Natürlich habe er sich informiert, recherchiert und inzwischen schon einige Orte in der Region besucht. Jona Peters bereut seinen Umzug bisher nicht. „Es passiert hier in der Lausitz einfach gerade so viel“, sagt er.

Warum Vereinssport in der Lausitz nachhaltig werden muss

Die Schnittstelle zwischen Sportvereinen und Nachhaltigkeit sei nach wie vor für die breite Bevölkerung eine Nische und Projekt wie das Netzwerkbüro in Cottbus, das diese Nische bedienen will, sei einzigartig. Dennoch, sagt Peters, spielt Nachhaltigkeit im Sport bereits jetzt eine wichtige Rolle und wird es in Zukunft auch. „Es ist jetzt schon so, dass die Vergabe internationaler Events, wie Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft ist“, sagt Peters. Das sei etwas, was man nicht immer direkt sehe.

Greifbarer wird es, wenn man in Deutschland auf die Bundesliga schaut. „Jeder Verein muss, um eine Zulassung für die Bundesliga zu bekommen, einen Nachhaltigkeitsbericht schreiben und bestimmte Kriterien erfüllen. Deswegen haben mittlerweile viele Vereine zwei bis sieben Mitarbeitende, die sich ausschließlich um Nachhaltigkeit kümmern – und das wissen die wenigsten.“

Auf den Vereinstischen liegen dann ganz unterschiedliche Themen: vom Wassermanagement über Abfallmanagement bis hin zum Mobilitätsmanagement, besonders an Spieltagen. „Wenn man sich einen Nachhaltigkeitsbericht von einem Bundesligaverein anschaut, sieht man, dass etwa zwei Drittel der gesamten Emissionen nur durch die Mobilität rund um den Spieltag entstehen. Bei Borussia Dortmund zum Beispiel reisen 80.000 Menschen an – das hat einen riesigen Impact“, erklärt Peters.

Auch wenn Nachhaltigkeit im Sportbetrieb nicht gerade ein sexy Thema ist, bleibt sie für die Zukunft der Vereine unverzichtbar. Gleichzeitig lassen sich manche nachhaltige Upgrades in den Sportstätten als Modernisierung sehen, von der Vereine profitieren können. Den Weg dorthin müssen sie dabei nicht alleine gehen: Beratung und Austausch zu Fördermöglichkeiten können Sportvereine sich im Netzwerkbüro des Stadtsportbundes holen.

Was leistet Netzwerkbüro von Stadtsportbund in Cottbus?

Konkret geht es darum, die Sportvereine bei einer Transformation zu unterstützen, die der der gesamten Region ähnelt: weg von fossilen Strukturen, hin zu mehr Nachhaltigkeit. Für viele Vereine ist das mit hohen Kosten verbunden – etwa für Strom, Heizung oder notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Das Netzwerkbüro möchte Vereine deshalb langfristig und nachhaltig aufstellen, sagt Peters. „Im besten Fall ist das eine Win-win-Situation, weil Vereine durch nachhaltige Maßnahmen auch ganz konkret Kosten sparen können.“

Zu den Maßnahmen zählen etwa LED-Umrüstungen, Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, energetische Sanierungen oder Mobilitätskonzepte. Auch Wassermanagement, Digitalisierung und organisatorische Entlastungen spielen eine Rolle. Das Netzwerkbüro versteht sich dabei als zentrale Anlaufstelle, die berät, vernetzt und beim Zugang zu Fördermitteln hilft. „Wir geben selbst keine Fördergelder aus, aber wir helfen, den Förderdschungel zu durchblicken“, so Peters.

Darüber hinaus geht es darum, Wissen zu bündeln und Best-Practice-Beispiele gemeinsam sichtbar zu machen. So können Sportstätten modernisiert, Vereine finanziell entlastet und langfristig attraktive Treffpunkte für die Menschen in der Region geschaffen werden.

Für Peters ist die Lausitz als nachhaltige Sportregion eine klare Zukunftsvision: „Sport ist ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens“, so der junge Büroleiter. Im Verein treffen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und politischen Ansichten aufeinander. „Eine Mischung, die man im Alltag sonst kaum noch hat“, sagt er. Gerade in ländlichen Räumen ist der Sportverein oft eines der letzten kulturellen Angebote vor Ort. „Deshalb hat er für die Bindung an die Region einen sehr hohen Stellenwert“, sagt Peters. Wer die Sportlandschaft in der Lausitz attraktiv halte, erhöhe damit auch die Lebensqualität.

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